Habt ihr gesehen, dass ich im März-Rückblick etwas von großer Freude schrieb? Ja, und jetzt kennt ihr auch den Grund. Dies wird mein erster Monatsrückblick ohne herumgedruckse. Endlich kann ich offen über meine zweite Schwangerschaft schreiben, denn die gehört ja jetzt schon seit ein paar Monaten zu mir. Ausführliche Berichte wird es dazu natürlich noch geben, der Monatsrückblick dient nur zur kurzen Zusammenfassung.

gemacht: Der Juni ist bei uns Groß-Kampf-Geburtstagmonat. Das heißt ich muss in kürzester Zeit relativ viele Kuchen backen. Gefühlt nahm der Back-Marathon auch kein Ende, denn der Schwede, der kleine Kaiser, feierte gleich drei Tage lang. Wenn dich das als Kind mal so gehabt hätte, aber gut. So ist das heutzutage eben. Man setzt auf Kindergeburtstage und auf Familiengeburtstage und wenn der eigentliche Geburtstagstag dann noch auf einen Wochentag fällt, dann muss man den ja trotzdem auch irgendwie begehen. Und nicht zu vergessen, im Kindergarten gibt es dann auch nochmal eine Feier… Ich habe drei Kreuze gemacht, als mein Rührgerät endlich stillstand. Und da habe ich es natürlich genossen, das zu meinem Geburtstag die Gäste den Kuchen mitgebracht haben. Da ich am Pfingstmontag Geburtstag hatte, und der Mann mir deshalb ein verlängertes Wochenende in Prag schenkte, war es mir nicht möglich selbst Kuchen zu backen. Und damit wäre ich auch schon beim Stichwort Prag. Wir hatten wirklich ein paar wunderbare Tage in dieser schönen Stadt verbracht. Das Wetter war traumhaft und neben dem üblichen Sightseeing, Karlsbrücke muss schließlich sein, genossen wir auch einen ganzen Tag mit Picknick-Decke im Park. Total entspannt und bewaffnet mit jeder Menge Sonnencreme und Kinderspielen.


In Prag selbst fühlt man sich übrigens extrem „internäschijonel“. Also dort wimmelt es nur so von Touristen aus der ganzen Welt und ich lief fast nur grinsend über die Karlsbrücke, da einfach jeder ein Smartphone in der Hand hielt, und dies meistens um sich und die Umgebung zu fotografieren. Selfiesticks scheinen übrigens immer noch voll in Mode zu sein. Manchmal denke ich „ach kommt, ich würde euch auch das Foto schießen.“ Aber gut, das wäre dann vielleicht nur halb soviel Spaß. Ich bin da eben doch ein Langweiler 😉
Unsere Unterkunft lag übrigens direkt bei der Amerikanischen, sowie auch Deutschen Botschaft. Somit lebten wir in den drei Tagen in einem gut bewachten Viertel. Alle Autos wurden überprüft, und an allen Zugängen standen Polizisten. Einen Blick auf die deutsche Botschaft und den berühmten Genscher-Balkon wollte ich mir aber trotzdem nicht entgehen lassen. Wir spazierten also am Abend an dem Gebäude entlang, das erstmal nur von einer riesigen Mauer umgeben war. In meiner Erinnerung der TV-Bilder muss da aber ein Zaun gewesen sein, über den die ostdeutschen Flüchtlinge damals kletterten. Man konnte schließlich am Ende der Mauer abbiegen in eine Art Wald-/Park-Gelände und von dort aus war der Zaun, genau wie damals im Fernsehen, schon von weitem zu erkennen. Ein paar Schritte weiter fanden wir schließlich einen Blick auf die Rückseite des Botschafts-Gebäudes und natürlich DEN Balkon. Der Balkon, der zusammen mit Hans-Dietrich Genscher Geschichte schrieb. Noch immer bekomme ich nur beim Gedanken an die Bilder, Gänsehaut. Es war also ein sehr ehrfürchtiger Moment, die Fotos dazu bleiben allerdings unter Verschluss. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es bei einer Veröffentlichung Probleme gäbe. Zumindest an der amerikanischen Botschaft gab es den Hinweis, dass man keine Fotos machen darf.

getanzt: Beim Konzert von Robbie Williams in Dresden. Und da war nicht nur das Konzert mega, sondern auch der Weg zu den Tickets. Ich hatte mir nämlich etwas kurzfristig überlegt, dass ich doch gern zu seinem Konzert gehen würde. Denn ob ich nochmals die Chande dazu bekomme, wage ich zu bezweifeln. Robbie hat ja doch ein wenig von seiner Popularität einbüßen müssen und so kam es dazu, dass eine befreundete Kindergarten-Mama, die Tickets zu noch weniger als den halben Preis geschossen hatte. Für 40 Euro pro Nase, hielten wir also ein Ticket in der Hand, welches eigentlich über 90 gekostet hätte. Am Konzert-Tag selbst lief auch alles wie am Schnürchen. Wir haben tolle, schwangerenfreundliche Plätze bekommen und bekamen einen gut gelaunten Robbie vor die Nase gesetzt.

gebloggt: Im Juni habe ich eine kleine Social-Media-Pause eingelegt, weshalb ich nur ein einziges Mal einen Beitrag veröffentlicht habe, und das war der Monatsrückblick für Mai 🙂 Aber im Juni ist ein Podcast mit mir online gegangen. Wer also gern mal meine Stimme hören möchte, kann sich den Beitrag der für „Blogger in Dresden“ entstanden ist, gern anhören. In den 45 Minuten verrate ich zum Beispiel, wie es für mich war in Dresden anzukommen, aber auch warum ich meine Facebook-App gelöscht habe.

gelaufen: Da ihr ja jetzt wisst, dass ich schwanger bin, könnt‘ ihr euch ja auch sicher denken, dass es demzufolge mit Sport und Laufen im Moment eher schlecht aussieht. Ich war einfach am Anfang zu lange erkältet, sodaß ich mich danach nicht mehr getraut habe damit wieder anzufangen. Aber ich fahre sehr viel Rad und wenn ich daran denke, mache ich auch Beckenboden-Training – ihr wisst ja, uups-Momente und so 😉

ge’netflix’ed: Liebe eingefleischte Netflix-Damen, was kommt denn wohl Jahr für Jahr im Juni? Richtig – ‚Orange is the new black‘! Und natürlich habe ich die Serie im Juni auch komplett durchgearbeitet. Obwohl ich sagen muss, die erste Folge der fünften Staffel hat mir überhaupt nicht gefallen. Dafür dass es am Ende der vierten so einen megaspannenden Cliffhanger gab ging es irgendwie komisch weiter. Das hat sich Gottseidank im Laufe der Staffel geändert und ich war wieder voll im oitnb-Fieber. Am Ende ging es sogar noch einmal richtig heiß her und ich war schließlich versöhnt mit der für mich zunächst etwas abstrussen Story. Jetzt heißt es aber wieder warten bis zur nächsten Staffel….und das wird wohl mindestens ein Jahr sein. Das ist übrigens das einzige was ich hinterher bedauere, wenn ich eine Staffel so hintereinanderweg sehe. Es ist immer viel zu schnell vorbei. Geht’s euch da eigentlich genauso?

Viel Spaß beim Verweilen,
eure Junimama

PS: Irgendwie fehlt im Juni-Beitrag ein Instagram-Bild 🙁 Da kriegt ihr jetzt halt mein Lieblingsbild, welches ich kurz nach meinem Geburtstag gepostet hatte.

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