Nun arbeite ich schon fast ein halbes Jahr daran, Pfunde zu verlieren. Das Ergebnis ist immer ein Zwischending zwischen Ernüchterung (Waage) und Körpergefühl (Maßband). Irgendwie passen diese zwei Werte nicht so ganz zueinander. Bei der Waage hüpft es mal ein Kilo hoch, dann mal wieder ein Kilo runter und schwankt zwischen 58 und 59 Kilo. Deshalb mag ich die wöchentliche Messung gerade überhaupt nicht. Manchmal, aber nur manchmal würde ich mir gern meinen langen Zopf abschneiden, weil der bestimmt zwei Kilo wiegt 😉
Nun denn, dafür ist das Maßband mein neuer bester Freund. Unglaublich, dass ich am Bauchumfang noch immer Erfolge erziele. Zuletzt lag der Umfang am Bauch (ich messe auf Nabelhöhe) bei 80 cm. Das sind ganze vier Zentimeter, die ich dort verloren habe. Und ganz ehrlich, das merke ich auch am meisten. Ich fühle mich zunehmend wohler in meiner Haut und erwische mich sogar schon dabei, wie ich ein Shirt trage (mindestens zehn Jahre alt) welches ganz leicht ein Stück Bauch hervorblitzen lässt – huch 🙂

2015-08-26 10.02.06Nicht ganz unschuldig an diesem tollen Erfolg dürfte daran mein Trainingsplan sein, den ich mir selbst auferlegt habe. Wichtig war mir eine Kombi aus Joggen und, wie ich es immer nenne, Hausfrauensport. Anfang des Jahres habe ich mit allem relativ klein angefangen und mich langsam gesteigert. Während ich beim Laufen als Untertützung die Nike+-App benutze, nehme ich für meine Homesport-Einheiten die NTC-App (auch Nike) zu Hilfe. Die App ist komplett kostenlos und mittlerweile möchte ich sie nicht mehr missen. Nachdem ich nach meinem allerersten Training ever damit mindestens eine Woche üblen Muskelkater hatte und Treppensteigen totale Schmerzen verursachte (fangt nicht unbedingt mit der Squat-Party an 🙂 ) machen mir die Workouts mittlerweile (fast) nichts mehr aus.

2015-08-26 10.02.30Die App bietet dir Workouts an die verschiedene Ziele wie Abnehmen, Muskeldefinition oder Muskelaufbau verfolgen. Darunter gibt es wiederum verschiedene Level wie Einsteiger, Fortgeschritten oder Profi. Natürlich solltet ihr mit Einsteiger-Programmen starten, denn das Training hat es echt in sich.

2015-08-26 10.02.41Die Workouts sind immer zwischen 30 und 45 Minuten. Es beginnt immer mit einem kurzen Aufwärmprogramm, danach folgen die Einheiten, die dich ins Schwitzen bringen und in den letzten Minuten wird sich ordentlich gedehnt. Wie genau die verschiedenen Übungen funktionieren kannst du dir in kleinen Videos anschauen. Die App-Stimme sagt aber auch während deiner Übungszeit noch einmal genau an, worauf zu achten ist. Zum Beispiel, wo dein Schwerpunkt liegen sollte (total wichtig). Dabei wird auch die Zeit gestoppt. Die meisten Übungen müssen eine Minute durchgeführt werden. Die letzten Sekunden werden runter gezählt, das hilft manchmal sehr, wenn man gerade am kämpfen ist. Für manche Übungen braucht man Zubehör, was man nicht unbedingt zu Hause hat. Ich habe aufgehört zu experimentieren (zu gefährlich) und mache dann immer eine andere Übung, meistens planke ich. Statt dem geforderten Medizinball nehme ich immer einen normalen Ball und meine Hanteln sind immer kleine Wasserflaschen, die dann in den Pausen (gibt es auch) immer etwas leichter werden 🙂 Denn Trinken ist wichtig, wisst’a aber, oder? Und hier auch noch ein Hinweis: Solltet ihr von dem Training Schmerzen bekommen, zum Beispiel im Rücken, dann solltet ihr euch lieber von einem Arzt oder Fitnesstrainer beraten lassen. Ich habe das Glück, dass ich, außer Muskelkater, keine Schmerzen habe, auch wenn ich mich manchmal frage ob ich wirklich alles richtig mache. Aber ich denke, der Körper sagt es mir schon 🙂

Ein paar Übungen aus dem NTC-Programm stelle ich euch jetzt in Bildern vor (bitte mein knispeliges Gesicht ignorieren 🙂 )

Ausfallschritte:

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Hören sich harmlos an, macht man sie aber richtig (Gewicht auf die Ferse des vorderen Fußes) dann spürt man ganz schnell, was sie bringen sollen und nach einer Weile sind sie auch nicht mehr lustig.

Planken:

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Also das Lächeln fiel mir schwer 🙂 Das müsste eigentlich alles sagen, oder? Über das planken habe ich ja schon öfter gebloggt, während der 30-Tage-Plank-Challenge. Mittlerweile kann ich auch sagen, dass es mir am Bauch wirklich zu großem Erfolg verholfen hat. Meine Mitte ist (unter dem Speckröllchen) wirklich fester und auch schon definierter geworden.

Push ups, oder auch Liegestütze:

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Die Liegestütze sind toll für Bauch und Arme, wenn man sie richtig macht. Ich halte eine Minute mittlerweile gut durch. Gemein sind aber sogenannte Trizeps-Push ups. Die sind noch anstrengender und da kämpfe ich mich auch extrem durch eine Minute durch. Eine Wiederholung (in manchen Programmen muss man die öfter machen) schaffe ich fast nie.

Froggers:

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Hört sich lustig an und sieht auch so aus, ist aber Scheißeanstrengend. (Spätestens jetzt wisst ihr auch, warum ich so froh darüber bin, dass mich niemand bei meinen Sporteinheiten zu Hause sieht.) Für Froggers springt man aus der Planking-Position mit beiden Beinen nach vorn zu den Händen und wieder zurück.

Squats:

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Ich nenne sie immer die modernen Kniebeugen. Dabei geht man mit geradem Rücken nach unten. Po weit nach hinten. Und immer wiederholen. Kann man auch mit Gewichten machen. Die App hat auch noch einige Abwandlungen der normalen Squats in petto. Hat man die erstmal richtig raus, machen die Squats sogar Spaß.

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Arsch checken 🙂 auch wichtig 🙂

Das Boot:

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Eine gemeine Übung aus dem Yoga-Programm. Diese baut sich immer mehr auf und wird schwieriger. Macht das mal nach.

Cool Down:
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Gehört immer zu jedem Workout dazu: Das Dehnen. Wenn ich dort angekommen bin ich der glücklichste Mensch der Welt (auch wenn das hier nicht so aussieht).

Fazit:

Ich lege jedem, der fitter und schlanker werden möchte die App ans Herz. Kleine Features, bei denen man Meilensteine sammeln kann, helfen euch bei der Motivation. Kleine Erklärbär-Videos zeigen euch genau wie die Übungen funktionieren. Und auch während der Übung hilft euch die Stimme beim Durchhalten.
Einziger Kritikpunkt sind die Kalorienangaben, die nur grob geschätzt sind. Diese sind rein vom Gefühl her viel zu niedrig angesetzt. Das ist aber eigentlich nur wichtig, wenn man beim abnehmen Kalorien zählt, also verschmerzbar.

So und nun ab in den App-Store und loslegen…

eure Junimama

Fotos: Katharina Bunk

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