Was für ein Jahr! Es ist unglaublich, aber die ungeraden Jahre sind immer die, die ich niemals vergessen werde. Und das Jahr 2017 gehört definitv dazu und könnte mit eines meiner Lieblingsjahre werden. Denn während ich eifrig Pläne für 2017 schmiedete hatte das Leben eine ganz andere Idee – eine wunderbare… aber das wisst ihr ja bereits. Trotzdem möchte ich nochmal von vorn anfangen. Für mich und für euch.

So war der Plan für 2017:

Am Anfang des Jahres ist man immer hoch motiviert und steckt sich ein paar (hohe) Ziele. Ich zum Beispiel hatte vor endlich mal wieder einen schnellen Halbmarathon zu finishen. Denn in den letzten Jahren bin ich immer langsamer geworden und da wollte ich mir einfach mal beweisen, dass es auch anders geht. Ausgesucht hatte ich mir dafür den Oberelbemarathon Anfang April. Diese wunderschöne Strecke bin ich bereits im vergangenen Jahr gelaufen und das sollte im Jahr 2017 wieder passieren. Nur eben schneller! Dafür hatte ich mir in meiner Lieblings-App von Nike bereits einen Plan erstellt und der war ganz schön bissig. Aber ich wollte ja genau das, beißen nämlich. Und als ich das Training begann war das echt eine Qual. Dabei war ich lauftechnisch eigentlich gut in Form, da ich ja in den letzten Jahren relativ regelmäßig unterwegs war. Aber diese neuen Trainingseinheiten verlangten viel von mir ab. Am meisten gehasst habe ich dabei die sogenannten Tempo-Läufe, bei denen man eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit zurücklegen musste und davon einige Wiederholungen absolvieren musste. Ich kann euch sagen, ich hing manchmal im Wald und konnte nicht mehr.

Und das machte das Leben daraus:

Das sich bei all dieser Antrengung ein kleines Wesen auf den Weg zu mir gemacht hat, ist rückblickend immer noch ein großes Wunder. Denn ich hatte am Tag, bevor ich den Schwangerschaftstest gemacht habe, einen Tempolauf über einen Kilometer zu absolvieren, mit vier Wiederholungen. Wie schnell ich dafür sein musste weiß ich gar nicht mehr, aber auf jeden Fall so schnell, dass ich vor lauter Wut sogar mit den Tränen gekämpft habe. Als ich schließlich fertig war, musste ich mich sogar erst einmal auf einer Bank ausruhen. Naja, und warum das vermutlich alles nicht so leicht von der Hand ging, verriet mir am nächsten Tag ein kleiner Strich auf einem Streifen Papier. Ein Strich, der mein Leben und das meiner Familie unglaublich verändert hat… Für dieses unglaublich schöne “plänedurchkreuzende Mädchen” haben wir alle gern auf die ebenfalls geplante Reise nach Neuseeland verzichtet, die wir für Weihnachten/Silvester vorgesehen hatten.

Und nun  ist dieses kleine Wunderkind schon seit acht Wochen bei uns und wir wissen alle gar nicht mehr, wie es ohne sie war. Sie bereichert unser Leben und macht uns als Familie endlich komplett <3 So lange haben wir auf dich gewartet kleine Littlely. Nein, das ist nicht ihr Name, aber ich habe es irgendwie immer im Kopf wenn ich an sie denke und finde es für den Blog einen tollen Künstlernamen. Oder was meint Ihr?

Viel Freude beim Verweilen,
eure Junimama


Fotos: Danke an Isabell Kretschmar – Photographie – about LIFE

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Ein kleines Wunder