Endlich darf ich mal wieder zu Gast bei einer Hochzeit sein, ohne selber die Kamera schwingen zu müssen. Bei den letzten Hochzeiten von Freunden, war ich nämlich immer gleichzeitig die Hochzeitsfotografin – dieses Mal aber habe ich frei. Ich kann und darf also die Hochzeit komplett genießen – als Gast. Da wollte ich mir es natürlich nicht entgehen lassen, mir extra ein neues Kleidchen zu besorgen. Denn die schicken Kleider, die noch im Schrank hängen, haben jetzt schon einige Hochzeiten gesehen und auch mein kleines Abnehm-Programm sollte belohnt werden.

Auf Grund von Zeitmangel, entschied ich mich, Kleider online auszusuchen. Vor einer ganzen Weile habe ich schon angefangen mir immer mal wieder die festlichen Kleider von Zalando und Asos anzuschauen. Ich habe auch viele wunderbare Kleider gefunden, aber auf den zweiten Blick, waren sie eben doch nichts für mich. Wirklich IMMER war es das Problem der Oberweite. Entweder sind die Kleider alle rückenfrei, sodaß man diese ohne BH nicht tragen kann oder sie sind an der Brust zu eng geschnitten. Dabei hat Asos sogar eine Linie, die nennt sich Curve – dort gab es viele wunderschöne Kleider, in denen eine üppigere Oberweite toll verpackt wäre. Aber um in ein solches Kleid zu passen, muss man minimum eine Größe 46 (!!!) tragen. Hä? Euer Ernst Asos?

Die Suche bei Zalando verlief da wesentlich erfolgreicher. Dort habe ich mein Einkaufsbeutelchen relativ schnell knüppelvoll gestopft. Da ich aber ungern so viel bestellen wollte, sortierte ich noch einmal aus. Geholfen hatte mir dabei unheimlich die Bewertungsfunktion im Online-Shop. Dort schreiben Frauen sogar auffallend häufig, wie an der Oberweite sitzt und für welche Größen es geeignet ist. Es scheint also allen Frauen bewusst zu sein, dass das Thema Brüste in Kleider schwierig ist (Warum ist das eigentlich noch nicht bei den Designern angekommen????). Somit flogen nahezu 50 Prozent wieder von meiner Liste. Geblieben sind zwei kurze Kleider. Eines davon sogar Rückenfrei, aber so geschickt geschnitten, dass ein BH drunter getragen werden kann.

Und diese beiden Kleider möchte ich euch jetzt gern an einer, mit etwas zu großem Busen ausgestatteten, kleinen (fastschlanken) Frau zeigen. Beide sind absolut tragbar, hier und da gibt es zwar noch was zu mosern, aber das WICHTIGSTE: Bei beiden passen die Brüste hinein ohne sie zur Quetschkommode zu machen. Ich empfehle also beide wärmstens. Und nun bitte ich um eure Hilfe: Für welches Kleid soll ich mich entscheiden? (Beweisbild folgt dann nach der Hochzeit Mitte Juli)

Viel Spaß beim Durchstöbern,

eure Junimama

Kleid 1:
Cocktailkleid von Little Mistress für 79,95 Euro

IMG_0999Als ich dieses Kleid aus der Folie holte, sah es total unscheinbar aus und eher weniger attraktiv. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir angezogen so gut gefallen würde. Ich habe es mir in Größe 38 bestellt und habe an der Oberweite (man höre und staune) sogar noch Platz darin.

IMG_0996Der schmale goldene Gürtel bringt etwas Form ins das Kleid.

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Die Corsage unter der Spitze ist aber etwas zu weit und auch zu hoch geschnitten. Wenn ich dieses Kleid nehme, müsste ich auf jeden Fall noch einmal zur Änderungsschneiderei damit.

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Kleid 2:
Festliches Kleid von Frock and Frill für 99,95 Euro

IMG_1118Im ersten Moment fühlte sich dieses Kleid etwas zu kurz an, weshalb ich erst nicht begeistert war. Und auch der fließende Plisee-Stoff am Rockteil war mir etwas zu schmeichelhaft am Bäuchlein (ich sollte am Tag der Hochzeit besser nichts essen 😉 )

IMG_1088Beim Fotoshooting damit fühlte ich mich aber schon viel wohler darin. Und als meine liebe Fotografin meinte, Shapewear könnte das Bächlein-Problem minimieren, war das Kleid von Frock and Frill wieder im Rennen.

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… und wie man sieht, kann ich damit sogar hüpfen… (bitte achtet auf meine tollen Mucki-Arme und nicht auf mein Gesicht 😉 )

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….und sich ein bisschen genieren geht auch. Passt also perfekt zu einer Hochzeit, oder?

Fotos: Katharina Bunk

Alle Produkte sind von mir selbst gekauft worden.