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Ich weiß, ich bin noch nicht einmal mit der Schwangerschaft durch, also hier im Blog, und nun fange ich schon mit dem Baby an. Ich finde ja, das es so langsam mal überfällig ist, auch wenn ich weiß, das einige von euch ganz gespannt auf die weiteren Schwangerschaftsmonate warten. Ich werde das natürlich noch nacharbeiten, aber es wird noch etwas dauern, bis ich diese fertig habe. Und hier folgt nun eine ganz neue Kategorie von Blogpost, nämlich das Babytagebuch.

Hurra, das Baby ist da!

Meine kleine Littlely hat am sächsischen Feiertag, dem Buß- und Bettag, in Dresden wohlbehalten das Licht der Welt erblickt (einen Geburtsbericht werde ich noch einmal separat bloggen). Es war ein schöner Tag im November und da der Tag noch jung war, holte der Mann unseren Sohn von seinem Ausflug ab, damit er als erster, nach uns, seine kleine Schwester kennenlernen kann. In der Zwischenzeit besuchte mich meine liebe Fotofreundin Isabell im Kreißsaal, denn sie ist nicht nur eine wunderbare Fotografin, sie ist auch Krankenschwester in dem Krankenhaus, in dem meine Tochter zur Welt kam.  Nun war sie auch wieder die Erste an meiner Seite und ich wusste niemand besseren, der ein erstes Foto von ihr machen könnte. Sie war übrigens auch die Erste, die Fotos von mir gemacht hatte, als ich gerade frisch schwanger war, es aber noch nicht wusste. Und da sie noch ein wenig Zeit hatte, konnte sie den Moment im Bild festhalten, als der stolze große Bruder seine Schwester zum ersten Mal sah. Und ich sage es euch, es war so bezaubernd, ich habe echt mit den Tränen gekämpft. Der Schwede war ganz aufgeregt und traute sich überhaupt nicht, seine Schwester zu berühren. Er schaute sie nur an und strahlte über das ganze Gesicht… Ein richtiger großer Bruder eben.

First Look (achtet nicht auf meine Haare 🙂 )

Die ersten Stunden mit Baby

Meine kleine Entourage begleitete mich dann noch auf die Wöchnerin-Station in mein Zimmer, denn eine ambulante Geburt war nicht geplant. Eigentlich wollten wir sogar ein Familienzimmer haben, da ich das beim Schweden auch hatte. Außerdem wollte ich mir nicht unbedingt ein Zimmer mit einer anderen Mama teilen müssen. Das Familienzimmer hätten wir aber mindestens für drei Tage beziehen müssen und da ich mich so kurz nach der Geburt schon total gut fühlte, haben wir beschlossen, dass ich zwei Tage mit Littlely allein im Krankenhaus bleibe. Im Krankenzimmer befand sich bereits eine frischgebackene Familie. Ich hatte also hier leider kein Glück. Aber ich versuchte mich mit der Situation anzufreunden. Da es mittlerweile schon Abend war, verabschiedeten sich der Schwede und der Mann relativ schnell.
Mein Mann belegte mir aber vorher noch schnell die Schnittchen, die mir als Abendmahlzeit bereit gestellt wurden. Als meine Familie schließlich weg war, saß ich da auf meinem Bett mit diesem kleinen Bündel im Arm. Bis dahin hat sie kaum einen Ton von sich gegeben, doch dann machte sie sich bemerkbar. Sie weinte und ich versuchte sie irgendwie zu beruhigen. Ich dachte daran sie zu stillen, aber ich fühlte mich irgendwie unbeholfen. Ich hoffte, dass bald eine Schwester nach uns sehen würde, einfach weil wir eben Neubezug waren, aber es kam niemand. Da ich sie an der einen Brust schon im Kreißsaal angelegt hatte,  wollte ich gern die andere Seite testen, und das am liebsten im Liegen. Aber dafür hätte ich mich zu der Familie drehen müssen. Der Mann von meiner Bettnachbarin machte aber keine Anstalten endlich mal zu gehen, beziehungsweise vielleicht auch einfach nur das Zimmer zu verlassen, damit ich etwas zur Ruhe kommen kann.

Wie ein Elefant im Porzellanlad… äh Doppelzimmer

Seine Frau hat es leider auch nicht gecheckt, im Gegenteil, sie erklärten mir, dass die Väter Extra-lang im Krankenhaus bleiben dürfen – Das ist ja schön für euch –  Aber blöd für mich und so weinte mein Baby weiter. Ich hatte sie zwar inzwischen an die andere Brust angelegt, aber sie weinte weiter. Dazu machte sich so langsam der Hunger in mir breit, aber mein Arm reichte nicht bis zum Nachttisch auf dem das Tablett stand. Ich wollte mich auch nicht bewegen, denn ich saß ja auf einer frischen Wunde. Und so saß ich bestimmt über eine Stunde und irgendwann war Littlely eingeschlafen. Als ich sie dann vorsichtig ablegte, sah ich dass der Mann inzwischen auch in dem Bett meiner Nachbarin lag -Warum haben die eigentlich kein Familienzimmer genommen?– . Mag sein, dass ich übertreibe, aber es hat mich echt genervt, dass er ewig nicht ging. Ich fühlte mich total gestört, denn eigentlich hätte ich mich gern von der Geburt erholt. Ich weiß, ich hätte sicher etwas sagen können, aber man erhofft sich doch immer, dass die Leute von selbst darauf kommen.
Nunja, immerhin konnte ich dann etwas Essen. So habe ich nach den Broten, die Wurst hatte sich inzwischen schon etwas gerollt, auch direkt zu meiner Riesentafel Schokolade gegriffen, die ich mir extra vorher besorgt hatte. Endlich musste ich nicht mehr auf meine geliebte Schoki verzichten. Ich habe aber nicht viel davon essen können, aber es war dennoch  eine schöne Belohnung.

Als der  Mann meiner Bett-Nachbarin endlich weg war, bin ich auch endlich mal mit ihr ins Gespräch gekommen. Sie hatte auch ein Mädchen bekommen, und das nur einen Tag vor mir. Ich fand sie dann sogar ganz nett und habe den nervigen Mann schon fast vergessen. Da eröffnete sie mir allerdings dass sie am nächsten Tag den ganzen Tag über Besuch erwartet. Zuerst würden Freunde kommen und nachmittags Arbeitskollegen. Ich dachte nur so: “Ach du Sch…” Ich habe versucht ihr vorsichtig zu erklären, dass ich keinen Besuch möchte, da ich die Zeit nur mit mir und meinem Baby möchte. Aber sie hatte wohl den Tipp von ihrer Mutter bekommen den ganzen Besuch gleich im Krankenhaus zu emfangen. Tja, was soll ich sagen, erstes Kind eben, näch? Ich denke auch, dass sie den Plan am nächsten Tag bereits bereut hat…

Die erste Nacht im Krankenhaus

Unsere Nacht war nämlich gelinde gesagt beschissen. Meine Tochter hat gut geschlafen, aber das Baby von meiner Bettnachbarin leider nicht. Sie hat die ganze Nacht geschrieen. Sie war auch nicht zu beruhigen, ich hatte es sogar kurz versucht, weil mir die Mama leid tat. Sie hatte dann ihr Baby auch fast die ganze Zeit an der Brust, aber es nutzte nichts. Die kleine Maus weinte. Ich tat kaum ein Auge zu. Und wenn ich dann doch mal weggenickt bin, dann wurde ich von dem glucksenden Geräusch meiner Tochter geweckt. Sie hatte offenbar noch ein wenig mit Fruchtwasser zu kämpfen und ich war mir nicht sicher ob man da was machen muss. Da sie aber schlief habe ich erstmal nichts unternommen. Vorm Schlafengehen sagte die Schwester noch zu uns, dass wir alle vier Stunden stillen sollen und auch wickeln. Das machte die Nacht natürlich zusätzlich schwierig. Ich stellte mir zwar den Wecker, aber den braucht ich nicht, ich war ja immer wach. Für das Wickeln betätigte ich den Notfallknopf, denn ich fühlte mich beim Aufstehen etwas zu schwach. Die Schwester übernahm das Wickeln also. Als die nächsten vier Stunden um waren, klingelte ich wieder, da Littlely auch ein wenig gespuckt hatte und die Kleidung nass war. Es kam eine andere Schwester und dieses Mal kam ich nicht mit meiner Kreißlauf-Nummer durch. Die Krankenschwester erklärte, dass man trotzdem aufstehen müsste und so fand ich mich ratlos am Wickeltisch wieder. Sie fragte ob ich das schonmal gemacht habe und ich wollte mir ja nicht die Blöße geben und sagte natürlich JA. Fügte dann aber kleinlaut hinzu, dass ich das aber nur mit Schnippi 🙂 kenne. Die Schwester sagte dann nur “immer von vorne nach hinten wischen”. Okay, also darin bin ich ja jahrelange Expertin 🙂 Als ich meine trotz-Wickeln schlafende Tochter dann anlegen wollte, meinte die Schwester schließlich ganz ruppig, dass ich sie doch schlafen lassen sollte. Ich entgegnete ihr dann aber das mir gesagt wurde, das ich sie wecken soll. Sie meinte daraufhi zu Recht,  dass man ein schlafendes Baby in Ruhe lässt. Und damit waren wir einer Meinung, denn zu Hause hätte ich diese Weck-Nummer eh nicht gemacht. Man ist doch um gottes willen froh wenn ein Baby nachts schläft, oder?
Im Krankenhaus wollte ich mich nur daran halten, damit das Gewicht nicht zu stark sinkt.
Und nochmal so nebenbei gesagt: Wenn jede Schwester im Krankenhaus etwas anderes sagt, wie soll man denn dann, gerade als  frische Erst-Mama damit umgehen? Mir war es ja egal, aber meine Bettnachbarin war damit sichtlich überfordert. Denn bei ihr lief das Stillen leider überhaupt nicht. Siehatte ein Problem mit ihren Brustwarzern und es erinnerte mich daran, wie es damals mit dem Schweden war. Bei mir kam der Milcheinschuss sehr spät und somit fiel mein Sohn damals weit unter die 10-Prozent-Grenze.
Auch ihre Tochter von ihr hatte an ihrem zweiten Lebenstag schon viel zu viel abgenommen. Damit saß sie den ganzen Tag oberkörperfrei auf ihrem Bett und bekam verschiedene Hilfestellungen wie zum Beispiel Stillhütchen. Ich denke spätestens jetzt hatte sie ihre Besuchspläne mit den Arbeitskollegen bereut. (bin ich gemein?)

Ich will nach Hause!

Ich für meinen Teil hatte nach der ersten Nacht bereits genug und bettelte den Frauenarzt an, was ich tun müsste um noch an diesem Tag das Krankenhaus verlassen zu können. Der meinte dass dies grundsätzlich möglich ist wenn medizinisch nichts dagegen spricht. Die U1 für Littlely würde außerdem auch gleich vorgenommen werden, ich müsste mich nur darum kümmern, dass der Stoffwechseltest oder auch Neugeborenenscreening genannt, dann entweder vom Kinderarzt oder von der Hebamme gemacht würde. Dieser darf nur in einem Zeitfenster von 36 bis 72 Lebensstunden gemacht werden. Das hieß für mich also erstmal telefonieren. Außerdem wollte ich die U1 noch abwarten um genauer abschätzen zu können, ob ich wirklich mit meinem Baby nach Hause möchte. Ein Anruf bei der Hebamme klärte schnell, dass sie diesen Test machen kann und nun wartete ich nur noch auf den Kinderarzt. Der bescheinigte mir erstmal dass mein Kind zu groß und zu schwer war (4120g Geburtsgewicht und 54 cm groß), was mich an dieser Stelle erstmal schockierte, da man doch immer häufiger von Vier-Kilo-Babys hört. Aber er fügte am Schluss noch hinzu, “besser zu groß als zu klein”. Und wenn ich da so an die Geschichte mit dem Schweden zurück denke, dann kann man am Ende doch froh sein, so ein propperes Baby zu haben. Ansonsten hatte der Arzt an der Kleinen nichts auszusetzen. Und als die Krankenschwester dann direkt nach IHREN Sachen fragte, war die Frage mit der Entlassung eigentlich geklärt. Sie bekam also ihren ersten eigenen Strampler an, den ich extra für die Heimfahrt gekauft hatte. Ich hatte ein Set gefunden, dass dem sehr ähnlich war, welches der Schwede damals hatte. Dazu hatte ich die kleine Strickjacke von ihrem Bruder vorgesehen. Eingewickelt habe ich sie in eine Decke, die ich vorher gestrickt hatte. Was ein wunderbares Gefühl sein Baby mit nach Hause zu nehmen… Nach nur einem Tag. Wenn der Schwede aus der Kita nach Hause kommt, wird er bestimmt staunen…

Entlassungsmaße von Littlely:
Gewicht: 3920 g (100g abgenommen)
Größe: 54 cm (nicht gewachsen oder geschrumpft 🙂 )


Strickjacke: Obaibi (alt)
Strampler-Set: Kanz (Affiliatelink)
Decke: Selbstgestrickt Strickmuster Klompelompe (Affiliatelink)

Jetzt ist mein Beitrag über nur einen einzigen Tag so lang geworden, dass ich unmöglich noch die weiteren Lebenstage hier mit hinein packen möchte. Ich liefere das nach… Ich verspreche es, auch wenn es (wie immer) etwas dauert. Ich hoffe ihr bleibt mir dennoch treu,

viel Spaß beim Verweilen,
eure Junimama

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