Nein, der neunte Monat ist rein rechnerisch nicht der letzte Schwangerschaftsmonat! Zählt man die 40 Wochen durch, landet man ganz genau bei 10 Monaten. Deshalb ist dieser Post also noch nicht der Letzte.

Nachdem ich es das letzte Mal spannend gemacht habe, verrate ich euch jetzt welche Geburtsklinik ich mir schlussendlich ausgesucht hatte, und auch warum, aber zunächst erst einmal die…

Schwangerschafts-Fakten – der neunte Monat (33 – 36 SSW)

Körperliche Veränderungen Gebrechen: Ohoh, ich muss ja zugeben, dass ich selbst in meinen Notizen schauen muss, um mich genau zu erinnern. Und da fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Nachdem der Babybauch im achten Monat nicht extrem gewachsen ist, hat die 35 Schwangerschaftswoche noch einmal den Start für neuerliches Wachstum gestartet. Ganze dreieinhalb Zentimeter sind zu Umfang dazu gekommen, die mir ab da das Leben schwer machten. Ich benutzte gern die Phrase: “Der Fun-Factor lässt so langsam nach!” Ehrlich gut zu wissen, dass ich das aufgeschrieben hatte, denn ich muss zugeben, ich habe das total verdrängt. Hätte mich bis eben jemand nach meiner Schwangerschaft gefragt, hätte ich sogar gesagt, dass ich mich bis zum Schluss pudelwohl gefühlt habe (stellt euch hier so ein vorlachenweinendes Smiley vor). Da kann man echt mal sehen, was man mit einer Geburt und so einer süßen Babymaus im Arm alles vergisst.

Neunter Monat in Bildern

34. SSW (33+6) vs. 37. SSW (36+2)

Bauchumfang: 111,5 cm (3,5 cm Zunahme vom Vor-Monat) Zunahme gesamt 31,5 Zentimeter
Gewicht:
78,5 Kilo (plus 2,5 Kilo in einem Monat) Zunahme gesamt 19,5 Kilo

Ein Schwangerschafts-Zipperlein nach dem Anderen

Aber nun, ich schweife vom Thema ab, ich wollte ja über was ganz anderes schreiben: In meinen Notizen fand ich demnach außerdem das Stichwort “Dampflok” – ich pustete so laut, wie sonst nur beim Joggen im Wald. Selbst meine Mutter meinte kürzlich noch zu mir, dass sie froh ist, dass ich nicht mehr so schnaufe. Ich selber hab das gar nicht immer so gemerkt. Naja und dann war da noch dieses “häufige nächtliche Austreten”. Manchmal bin ich stündlich auf die Toilette gerannt. Und das leider nicht mehr ganz rund, denn es begann die Zeit in der die Symphyse knackste und ich mich mit jedem Schritt erstmal einlaufen musste. Der Gang zur Toilette genügte dafür aber nicht sodaß ich immer leicht wankte. Neben dem komischen Knacken, ich hab das immer mit einem Schnipsgummi-Geräusch verglichen, ging mir manchmal ein Bein weg. Als würde ein Nerv die kompletten Muskeln ausschalten und dann gehorchte es einfach nicht mehr und ich drohte umzufallen. Das hört sich im Nachhinein total lustig an, ich kann euch aber sagen, dass war es nicht. Und von solchen Zipperlein habe ich vorher auch nie gehört.
Wovon ich dagegen schon etwas gehört hatte, es aber aus der ersten Schwangerschaft nicht kannte, war das Sodbrennen. Also ich hatte das so furchtbar schlimm, dass ich in den letzten Monaten mehr als drei Kilo Haferflocken gefressen (entschuldigt den Ausdruck, aber es war so) habe. Ich hatte schon einen regelrechten Heißhunger darauf entwickelt. Geholfen hat es auch ganz gut, außer zum Schluss, als ich das “Sodbrennen des Todes” bekam – steht genauso in meinem Notizbuch 🙂 – da halfen auch die Flocken und die Milch nicht mehr…

Und da wäre noch etwas… Peinlich 1:

In dieser Zeit kam  es ziemlich häufig vor, dass der Mann in der Nacht ins Wohnzimmer flüchtete. Ich fragte am nächsten Morgen engelsgleich, warum und leider kam es wie es kommen musste. Die kleine zarte Lady mit dem Dickbauch mauserte sich zu einer Schnarchtante. Und das anscheinend auch sehr übel laut. Und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich das manchmal sogar selber gemerkt. Kennt’a sicher, wenn man so zum absoluten Höhepunkt so vor sich hinschnarcht und dann davon wach wird… OMG, habe ich das wirklich eben verraten? Ich bin natürlich immer noch süß, ja?

Und wo wir schon dabei sind… Peinlich 2:

Jetzt gehts unter die Gürtellinie, aber nicht vorne rum, sondern eher HINTERN *pust* wenn ihr versteht was ich meine 😉 NEIN? Na ich rede von Hämorrhoiden!!! Was für eine Scheiße im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur dass man erstmal nachgucken muss, wie man das schreibt, das gehört  auch in die Kategorie BKM – Braucht kein Mensch! So und nun Schluss mit diesen Peinlichkeiten. Jetzt kommen wir endlich mal zur Auswahl der Geburtsklinik.

Mein Mantra für die Geburt

Nachdem ich so enttäuscht von der Klinik war, auf die ich mich von Anfang an, wegen der guten Empfehlungen, eingeschossen hatte, wollte ich mir noch einige andere Kreißsäle in Dresden anschauen. Ich recherchierte zunächst im Freundeskreis. Aber überall, wo ich nachfragte, wollte man erstmal ungläubig wissen, warum ich denn ein Problem mit der besagten Klinik hatte. Und wie sich dann im Verlauf der Gesrpäche so heraus stellte, war es in Dresden ungefähr überall gleich, was das Thema Schönheit der Säle anbelangte. Und leider auch DAS mir am allerwichtigsten war, nämlich die Badewanne, war hier eher nicht standard. Und damit ihr nicht denkt, ich bin völlig abgehoben und total anspruchsvoll, zeige ich euch ein Bild des Kreißsaales, in dem der Schwede geboren war.

Kreißsaal mit Badewanne

Mein Kreißsaal in Essen-Werden

Mit diesem Bild im Kopf musste ich aber abschließen. Und so habe ich mich, auch mit der Hilfe meiner Heilpraktikerin, die mir ein wenig die Geburtsängste nehmen sollte, dazu entschieden, doch in das Krankenhaus zu gehen, das ich mir eigentlich zuerst ausgesucht hatte. Das Personal dort habe ich ja zum Teil schon kennengelernt und sie waren einfach so freundlich, da sollte es doch zweitrangig sein, dass es dort nicht ganz so hübsch war. Und für das Badewannenproblem hatte meine Heilpraktikerin mir die Aufgabe gestellt, mir jeden Tag selbst zu sagen, dass die einzige Badewanne an dem Tag an dem ich komme frei sein würde. Dass der Saal nicht überfüllt ist und das mein Baby ohne Probleme auf die Welt kommt. Und das habe ich einfach mal gemacht… #positivdenken

Besuche beim Frauenarzt

Da es mit großen Schritten in Richtung Geburt ging, musste ich entsprechend häufiger zur Kontrolle zu meiner Frauenärztin. Es standen die ersten CTGs auf dem Plan und natürlich die Überprüfung des Babys via Ultraschall. Es war ja jedes Mal spannend für mich, wie die kleine Maus zunimmt und auf welches Geburtsgewicht ich mich einstellen müsste. Das war auch immer ein wenig mit Angst verbunden, denn ich wusste ja, dass vermutlich einiges auf mich zukommt. Umso erstaunter war ich, als die Frauenärztin beim Maß nehmen nicht mehr allzu hohe Zahlen in Aussicht stellte. Wenngleich sie immer gern mit einem Augenzwinkern meinte, man müssen immer mit plusminus zwei Kilo muss man rechnen.

Mein Kommentar zu dem Foto war übrigens: “Sie sieht aber mopsig aus.”

 

Babybewegungen einer Mini-Seiltänzerin

Nachdem ich ja ziemlich lang meine Tochter im Bauch überhaupt nicht richtig gespürt habe, hat sie sich offenbar gedacht, dies alles nachholen zu müssen, und zwar so richtig. So wahnsinnig stark hatte ich die Babybewegungen vom Schweden nicht in Erinnerung. Ich hatte immer das Gefühl dass sie alle viere von sich gestreckt hat und dann im Wechsel jeweils mit einer Gliedmaße nacheinander gegen den Bauch gebox hat. Außerdem drückte sie dabei scheinbar auf ein Mutterband oder irgendsowas. Ich habe sie auf jeden Fall immer meine Seiltänzerin genannt, weil es sich so anfühlte als würde sie darauf balancieren.

Nun fehlt also nur noch ein Monat und dann ist das Schwangerschaftstagebuch komplett.  Auf jeden Fall folgt dann noch Peinlich 3, jaaaa es geht noch weiter damit. Wenn ihr lieb seid, sogar mit Foto (für die Voyeure unter euch)  Und dann gibts endlich nur noch Babycontent 🙂 Ich hoffe ihr bleibt mir treu,

Viel Spaß beim Verweilen,
eure Junimama

Schwangerschaftstagebuch in Monaten: Alle Beiträge

8. Schwangerschaftsmonat: Horror-Besichtigung im Kreißsaal
7. Schwangerschaftsmonat: Babybauch-Explosion
6. Schwangerschaftsmonat: Es wird ein…
5. Schwangerschaftsmonat: Ringelröteln in the House
4. Schwangerschaftsmonat: Ängste, ein großer Bruder und ein komischer Bauch
3. Schwangerschaftsmonat: Nackenfaltenmessung: Ja oder Nein?

Zweite Schwangerschaft: Der erste und zweite Monat
Ein kleines Wunder

Schwanger im neunten Monat

Meine Babykugel hübsch verpackt in einem Strickkleid von H&M