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Ich nehme es direkt vorweg, es ist ein wenig komisch, jetzt, so ohne Babybauch einen Artikel über meine Schwangerschaft zu schreiben. Eigentlich ist es ja nur ein paar Wochen her, aber es scheint gerade mega weit weg. Ich gebe also mein Bestes und versetze mich noch einmal zurück in den achten Monat…

Der achte Monat (29 – 32 SSW) – Schwangerschafts-Fakten

Körperliche Veränderungen: Nachdem ich im letzten Schwangerschaftsmonat wahnsinnig am Bauch zugelegt hatte, und echt Angst hatte, wo das Ganze enden sollte, tat sich im achten Monat fast gar nichts. Insgesamt habe ich in diesen vier Wochen nur einen halben Zentimeter drauf gekriegt. Entweder hat sich meine kleine Diät tatsächlich bezahlt gemacht, oder die kleine Wachstums-Pause wäre so oder so die logische Folge nach der Bauch-Explosion gewesen. Weiß man ja halt leider nie. Einzig, dass ich mich hin und wieder eben doch mal einer kleinen Süßigkeit hingeben musste. Denn wenn man bewusst darauf verzichten möchte hat man gefühlt, ständig Lust darauf. Es fiel mir besonders Abends schwer, nichts zu naschen. Sodaß ich irgendwann angefangen habe, morgens dick Schoko-Aufstrich aufs Brötchen zu schmieren. So habe ich den Tag meistens ohne weitere Attacken überlebt. Ich habe in dieser Zeit übrigens auch wieder angefangen Schwangerschaftsvitamine zu nehmen, da ich nach dem letzten Gespräch mit der Ärztin doch Sorge hatte, einen Mangel zu haben. Die Vitamine konnte ich mir zusammen mit anderen Baby- und Schwangerschaftsprodukten auch online besorgen.

30. SSW (29+5) vs. 33. SSW (32+6)

In der 32 Schwangerschaftswoche gab es übrigens beim Vermessen des Babybauches eine große Überraschung. Der Umfang war nämlich wieder um einen halben Zentimeter geschrumpft. Entweder habe ich mich falsch gemessen oder aber, der Bauch fängt langsam an, sich zu senken. Wenn ich mir die beiden Fotos so anschaue, sieht es ganz danach aus. Dafür war es natürlich noch etwas früh, aber da mein Bauch ja von Anfang an, soweit oben saß, verabschiedet er sich vielleicht schon etwas früher nach unten.

Bauchumfang: 108 cm (keine Zunahme vom Vor-Monat) Zunahme gesamt 28 Zentimeter
Gewicht:
76 Kilo (plus 1,8 Kilo in einem Monat) Zunahme gesamt 17 Kilo

Besuch beim Frauenarzt: Wie groß wird mein Mädchen?

Nachdem der letzte Frauenarzt-Termin ein wenig aufwühlend für mich war, war ich natürlich entsprechend aufgeregt vor dem nächsten. Immerhin hat das minimale Bauchwachstum mich im Vorfeld etwas beruhigt. Ich hatte das Gefühl, ich kann tatsächlich noch ein wenig Einfluss darauf nehmen ob und wie viel mein Babymädchen noch wächst. Und natürlich hatte ich die Hoffnung, dass ein Mädchen viel leichter und kleiner sein würde, als ein Junge. Ich war schließlich bei meiner Geburt auch kein Brocken mit nur 3.500g. Und die Hoffnung stirbt ja sowieso zuletzt (komisch das zu schreiben, da ich ja jetzt schon weiß, dass es anders kommt/kam).

Bei diesem Termin im achten Monat zumindest war mein Mädchen im Ultraschall nicht mehr so wahnsinnig riesig für den Schwangerschaftszeitpunkt. Demnach hatten sich die zwei Wochen, die sie zu weit war, wieder reguliert, aber ein „Schnipselchen“ wie meine Hebamme so schön sagte, wäre sie nicht. Sie ist also groß und in dem Moment sollte ich mich auf ein Geburtsgewicht, wie das vom Schweden damals, also circa 3790g,  einstellen. Das Fruchtwasser, was eine weitere Baustelle bei mir war, war immer noch viel, aber gerade noch an der Grenze. „Kein Polyhdramnion“ bestätigte mir die Ärztin, denn die Aussage „viel Fruchtwasser“ trieb mir schon wieder die Sorgenfalten ins Gesicht.

Geburtsvorbereitungskurs

Und das Thema „Sorgen“ ist gleich die perfekte Überleitung zum nächsten Thema. Denn auf Grund der ersten Geburts-Erfahrung wollte ich natürlich nicht auf einen Vorbereitungskurs verzichten. Ich hatte mir eingebildet, einen Kurs für „Fortgeschrittene“ zu finden, denn ich wollte keine Erst-Schwangere mit meiner Geschichte ängstigen, aber diese natürlich auch thematisieren und nicht unter den Tisch fallen lassen. Leider gibt es solche Kurse für „Mehrgebärende“ nur sehr selten und in meinem Zeitraum fand keiner statt 🙁 Ich habe mich dann von der Hebamme im Krankenhaus, in dem ich auch entbinden wollte, überreden lassen, einen normalen Kurs zu machen. Ich hatte dann einfach die Hoffnung, dass ich mit der Kursleiterin mal unter vier Augen sprechen könnte, was auch möglich war.
Tatsächlich konnte die noch sehr junge Hebamme (24 Jahre und selbst zum ersten Mal schwanger) mir ein wenig die Ängste nehmen.

Angst vor der Geburt – Wie wichtig ist die Auswahl vom Kreißsaal?

Durch den Geburtsvorbereitungskurs im Krankenhaus konnte ich mir eine separate Kreißsaalbesichtigung sparen, denn die war inklusive. Dass ich in genau diesem Krankenhaus auch entbinden will, war gar keine Frage, denn jede Frau die ich kannte, und die dort ein Baby geboren hat, hat von dort geschwärmt.
Ich hatte mir demnach auch nicht allzu viele Gedanken über eine mögliche Alternative gemacht. Als ich dann jedoch bei der Besichtigung allein nur den ersten Kreißsaal in Augenschein nehmen durfte, fiel mir alles aus dem Gesicht. Denn der erste war der Beleghebammen-Saal und somit wohl der „luxuriöseste“.  Natürlich gab es dort alles was man braucht (Kreißbett, Badewanne, bisschen was zum Turnen), aber das war es dann auch schon. Alles war auf kleinem Raum zusammengefercht. Das Bett so ausgerichtet, dass jeder der zur Tür herein kommt, direkt den gynäkoligischen Einblick bekommt – wtf???? Auf Nachfrage hieß es, dass  dafür eine spanische Wand vorhanden ist. Getröstet hatte es mich nicht, denn der Kreißsaal wirkte trotzdem wie ein Krankenzimmer. Und dass obwohl die Hebamme stolz verkündete „keine Fließen“, womit sie wohl genau auf das Gegenteil hinaus wollte. Die weitere Besichtigung führte uns zu den übrigen Kreißsälen, die generell genutzt werden. Es gab einen Kleinen und einen etwas Größeren, beide waren nur durch eine Wand mit Durchgangstür getrennt. Immerhin waren die Betten hier nicht zur Tür ausgerichtet, dafür fehlte aber die Badewanne. Eine Badwanne gab es nur in einem separaten Raum. Alles in allem war ich so enttäuscht, dass ich an diesem Abend zu Hause sogar ein bisschen weinen musste. Die hässliche gelbe Farbe an den Wänden, die triste Einrichtung, all das machte mich unglücklich. Keine Gemütlichkeit, keine eigene Badewanne im Zimmer, wie ich es von meinem Kreißsaal bei der Geburt vom Schweden kannte.
Für mich war also klar, dass ich mir noch weitere Krankenhäuser ansehen musste. Denn selbst wenn ich mal davon absehe, dass mir die Kreißzimmer optisch nicht gefallen, dann wäre da immer noch das Problem mit der Badewanne. Ich hatte nämlich den Wunsch dort mein Baby zu bekommen und wenn es genau nur eine Badewanne in dem Krankenhaus gibt, dann ist das Risiko sehr hoch, dass diese bereits besetzt ist, wenn ich komme. Und mit dieser Angst unter Wehen ins Krankenhaus fahren, würde sicherlich nicht sehr förderlich sein…

Schwangerschafts-Yoga und Schwimmen – „Kämpf again the Watschel-Gang“

Ab Mitte September begann bei mir, wie ich es immer so schön sagte, der Schwangeren-Freizeitstress 😉 Mit jeder Woche kam ein Kurs oder eine Aktivität dazu. Angefangen hatte ich ja bereits im letzten Monat mit Physio-Therapie, die mir das Wasser ein wenig aus den Händen und Füßen treiben sollte. Dazu kam dann als nächstes Schwangerschafts-Yoga, welches ebenfalls bei verschiedenen Zipperlein helfen kann. Denn neben dicken Füßen plagten mich nun auch wieder die Restless Legs, also nervöse Beine. Wer das nicht kennt, das bedeutet das man seine Beine nicht ruhig lassen kann, da dies auf eine unangenehme Weise schmerzt. Der Drang nach Bewegung ist dann da, der diese „Schmerzen“ dann lindert, aber irgendwie auch nicht. Beim Yoga gab es eine Übung gegen die Restless Legs. Ich nenne sie den „Krabbelkäfer“. Man legt sich auch den Rücken, Beine hochnehmen und dann mit den Füßen hin und her wackeln. Dann kurz inne halten, und das Blut wieder in die Beine fließen lassen (das spürt man richtig) und dann die Beine wieder ablegen. Danach sind die nervösen Beine erstmal verschwunden.

Zum Yoga habe ich auch mit Schwangeren-Schwimmen angefangen, wobei „Schwimmen“ hier nicht ganz stimmt. Man fühlt sich zunächst eher in so einer Rentner-All-inklusive-Urlaubs-Animations-Gruppe, denn die Poolnudel ist von nun an dein treuer Begleiter im Wasser. Aber ich habe schnell festgestellt, wie gut dieser „Sport“ mir tut. Nach dem Kurs selbst, war ich zwar überaus platt, aber am nächsten Tag wieder rund herum beweglich. Durch diese beiden Kurse konnte ich übrigens den berühmten „Watschel-Gang“ sehr lang hinaus zögern. Ich kann euch also nur empfehlen, solche Kurse zu belegen. Die meisten werden auch von der Krankenkasse bezahlt 🙂

Im nächsten Bericht verrate ich euch ob ich noch ein anderes Krankenhaus gefunden habe…

Viel Spaß beim Verweilen,
eure Junimama

PS: Habt ihr vielleicht auch Ängste vor der Geburt? Dann findet ihr in diesem Artikel von Eltern.de sicher Hilfe. Und wenn das nicht ausreicht, dann findet ihr in einem meiner nächsten Blogposts vielleicht einen guten Rat dazu 🙂

Schwangerschaftstagebuch in Monaten: Alle bisherigen Beiträge

7. Schwangerschaftsmonat: Babybauch-Explosion
6. Schwangerschaftsmonat: Es wird ein…
5. Schwangerschaftsmonat: Ringelröteln in the House
4. Schwangerschaftsmonat: Ängste, ein großer Bruder und ein komischer Bauch
3. Schwangerschaftsmonat: Nackenfaltenmessung: Ja oder Nein?

Zweite Schwangerschaft: Der erste und zweite Monat
Ein kleines Wunder

 





Fotos: Danke an Isabell Kretschmar – Photographie – about LIFE