Im siebten Monat hat es plötzlich „peng“ gemacht. Mein Babybauch hat ein unglaubliches Wachstum an den Tag gelegt, sodaß ich mich erstmal wieder mit ihm anfreunden musste.

Der siebte Monat (25 – 28 SSW) – Schwangerschafts-Fakten

Körperliche Veränderungen: Kaum zu glauben, aber im siebten Schwangerschaftsmonat hat mein Körper, mein Bauch wohl die größte Veränderung der gesamten Schwangerschaft mitgemacht. In vier Wochen habe ich ganze acht Zentimeter an Umfang zugelegt, wovon er wohlgemerkt einmal vier Zentimeter in einer Woche gewachsen ist. Also quasi über Nacht (hier muss jetzt dieser aufgeschreckte Smiley hin). Und das merkte ich natürlich auch ohne Maßband, denn von heute auf morgen konnte ich kaum noch meine Schuhe zubinden. Überhaupt war Bücken ein totales Problem, was vorher noch ging.

26. SSW (25+3) vs. 29. SSW (28+2)

Dicke Füße, wo kommen die denn her?

Zu dem immer runderen Bauch gesellten sich außerdem permanent enge Schuhe. Sobald es mal etwas kühler wurde, und ich meine ausgelatschten Ballerinas nicht mehr anziehen konnte, hatte ich Probleme in meine Schuhe zu kommen. Das war an einem Tag so schlimm, dass ich nach einer Weile schmerzende und total zerknitterte Füße hatte. Ich probierte dann einfach alle meine Schuhe durch und musste leider feststellen, dass mir kein einziges Paar passen würde. Im Hinblick auf den nahenden Herbst war das natürlich eine Katastrophe, denn das würde bedeuten, ich brauchte neue Schuhe. Also ging es auf Shoppingtour mit meiner Mutter durch die Schuhläden. Ich wollte natürlich nicht viel Geld ausgeben und es sollte auf jeden Fall ein paar Stiefeletten werden, in denen ich bis Ende November auskommen würde. Reinschlüpfen wäre natürlich ein Träumchen gewesen, aber letztlich habe ich nur etwas mit Reißverschluss gefunden. Aber damit komme ich auch mit riesigem Bauch ganz gut zurecht. Übrigens, musste ich die Schuhe ganze ZWEI Nummern größer kaufen!!! Ich hatte nicht unbedingt damit gerechnet, das die Füße so breit geworden sind. Das war übrigens kein Wasser mehr, denn das war deutlich an den heißen Tagen zu sehen und zu spüren. Die Füße sind einfach so angeschwollen. Ich nenne sie nun liebevoll meine „Bremsklötzer“.

Bauchumfang: 108 cm (plus 7 Zentimeter) Zunahme gesamt 28 Zentimeter
Gewicht:
74,2 Kilo (plus 2,8 Kilo in einem Monat) Zunahme gesamt 15,2 Kilo

Besuch beim Frauenarzt: Schwangerschaftsdiabetes?

Dafür dass der Bauch so enorm gewachsen ist, war die Zunahme ja recht zurückhaltend. Da hatte ich schon mehr geschafft. Und auch auf Nachfrage beim nächsten Frauenarzt-Besuch sollte mein Gewicht kein Problem sein, damit war sie zufrieden. Was ihr allerdings gar nicht schmeckte, war die Tatsache, dass ich zu wenig Obst und Gemüse esse. Mir selbst ist das gar nicht so aufgefallen, aber wir sind auf das Thema gekommen, weil das Baby-Mädchen (leider) schon ziemlich groß ist. Um genau zu sein, sogar zwei Wochen weiter, als sie sein dürfte. Und  dazu war auch die Fruchtwassermenge wieder sehr hoch. Ohje, da kamen natürlich wieder die alten Erinnerungen hoch an die letzten Schwangerschaftsmonate mit dem kleinen Schweden, die leider nicht mehr ganz so entspannt waren. Denn ich musste mich damals mehreren Zuckertests unterziehen, da das viele Fruchtwasser für eine Schwangerschaftsdiabetes spricht. Die Tests haben aber immer ergeben, dass ich diese nicht habe. Meine Frauenärztin damals, war dennoch besorgt, da der Schwede ein großer Junge war und er bis zum Schluss im Fruchtwasser gut schwimmen konnte. Man spricht dann von einem Polyhydramnion. Da sie jegliche Tests anzweifelte musste ich sogar wöchentlich ins Krankenhaus zur Schwangerschafts-Diabetes Sprechstunde. Dort bekam ich dann ein Blutzuckermessgerät und musste mich dreimal am Tag damit pieksen und Tagebuch führen. Ich erinnere mich genau, wie nervig das damals war. Wenn ich mal Zeit finde, werde ich das Thema auch nochmal verbloggen. Für meine neue Frauenärztin bedeutete meine Erzählung von damals erstmal nur, dass bei mir direkt ein großer Zuckertest gemacht werden sollte. Diesem habe ich mich dann auch einige Tage später unterzogen, aber es war wie damals – keine Schwangerschaftsdiabetes! Ich hatte das übrigens im Gefühl, dass ich das nicht habe – damals wie heute.

Mein großes Mädchen <3

Standpauke von der Ärztin

Da meine Frauenärztin mir ja dennoch ein großes Mädchen bestätigte, fragte sie mich zu meiner Ernährung aus. Ich muss gestehen, ich hatte nicht den Eindruck, dass ich mich ungesund ernähre, aber so richtig habe ich es auch nicht gemacht. Als ich auf die Obst und Gemüse-Frage antwortete, dass es das bei uns immer am Wochenende gibt, machte sie große Augen und erklärte mir, dass ich fünf Portionen am Tag essen müsste. Huch, darauf bin ich glaube ich nicht mal gekommen als bei uns im Garten die Johannisbeeren große Saison hatten. Auch mein Verlangen nach Süßigkeiten wurde abgefragt, worauf ich gleich sagte, dass ich davon nicht zuviel esse. Sie empfahl mir dennoch zu versuchen, darauf weitestgehend zu verzichten, da das Baby dadurch immer größer werden kann. Zudem war sie echt etwas sauer, dass ich die verschrieben Physio-Therapie nicht in Anspruch genommen habe. Tja, da muss ich leider zugeben, dass ich mir dafür irgendwie keine Zeit genommen habe. Ich hatte in der Tat auch noch einiges an Arbeit und das ging irgendwie vor. Außerdem sorgten die etwas weniger heißen Temperaturen dafür, dass das Wasser in den Füßen wieder verschwand. Dennoch habe ich direkte nach dem Termin zuerst für frisches Obst und Gemüse gesorgt und danach gleich Termine in einer Praxis für Physiotherapie gemacht. Dazu kam noch das schöne Rezept für Kompressionsstrümpfe – ja da kommt Freude auf 😉

Schwanger mit Hashimoto: Nachdem ich bislang nur einmal meine Dosis anpassen musste, ist mein Blutwert im siebten Monat auf 0,22 gesunken und war damit viel zu niedrig. Ich sollte also zunächst auf die 2x 112mg L-Thyroxin mehr pro Woche verzichten. Zur Erinnerung, ich habe pro Woche an zwei Tagen zwei Tabletten genommen.

Schwangerschaftsgefühl:  Der siebte Monat schwankte zwischen Wohlgefühl und neuartiger Belastung. Wie ich ja oben bereits erwähnt habe, gab es eine Woche in der der Babybauch mordsmäßig zugelegt hatte. Gefühlt passierte das über Nacht und ich musste erstmal damit klar kommen, dass einige Dinge plötzlich nicht mehr so einfach waren, beziehungsweise war es so langsam von Nöten, mich zum Beispiel anders zu bücken.
Da war ich verdammt froh, dasss ich in der Zeit, in der ich mich gerade wohl in meiner Haut fühlte ein ganz besonderes Shooting hatte. Der Fotograf Kristijonas wollte schon länger mal eine Schwangere fotografieren und fragte mich mal nach geeigneten Models. Tja und als ich dann selbst schwanger war, hatte ich ihm angeboten, seines zu sein.
Wir hatten uns vorher ein wenig ausgetauscht in welche Richtung es gehen soll und es war auch schnell klar, ich würde ein wenig mehr Haut als sonst zeigen.


Foto: Kristijonas Duttke Photography

Mehr Fotos von diesem Shooting wird es in einem separaten Blogpost geben.

Schwangerschaftstagebuch in Monaten: Alle bisherigen Beiträge

6. Schwangerschaftsmonat: Es wird ein…
5. Schwangerschaftsmonat: Ringelröteln in the House
4. Schwangerschaftsmonat: Ängste, ein großer Bruder und ein komischer Bauch
3. Schwangerschaftsmonat: Nackenfaltenmessung: Ja oder Nein?

Zweite Schwangerschaft: Der erste und zweite Monat
Ein kleines Wunder

Viel Spaß beim Verweilen,
eure Junimama