Mit dem 4. Schwangerschaftsmonat sollte sich ja auch endlich  die erhoffte Gelassenheit einstellen. Gerade weil es mir ja so wichtig war und ist, nicht eine dieser panischen Schwangeren zu werden. Aber leider erwischte es mich doch… Zumindest ein klitzekleines bisschen…

Der vierte Monat (13-16SSW) – Erste Kindsbewegungen?

Mit jeder vergangenen Schwangerschaftswoche fühlte ich in mich hinein. Denn schließlich müsste sich dieser kleine Minimensch so langsam mal bemerkbar machen. Es heißt ja schließlich immer, das zweite Kind spürt man früher, und da ich den Schweden das erst Mal in der 17. Woche gespürt habe, wurde ich so langsam nervös.  Ich hielt immer wieder mal inne und versuchte jedes noch so kleine Blubbern zu deuten. Waren das Blähungen? Oder klopft da doch langsam jemand an? Ich konnte es aber einfach nicht deuten, bis ich in der 13. Woche deutlich einen Tritt spürte. Und es blieb nicht nur bei einem, es wurden einige mehr und ich bildete mir sogar ein, es war auch von außen zu spüren.  Von da an, erwartete ich, die kleinen Bewegungen täglich zu spüren. Aber am nächsten Tag kam einfach nichts. Ich versuchte noch ruhig zu bleiben und fand im Internet schließlich den Hinweis, dass man sein Baby gerade am Anfang nicht täglich spüren würde, weil es ja noch so klein ist. Das leuchtete mir auch ein. Ich versuchte mich also wieder in Geduld zu üben. Aber ich spürte seit diesem einen Tag nichts mehr.

Termin bei der Hebamme

Mit einem im wahrsten Sinne unguten Gefühl im Bauch fieberte ich dem nächsten Kontroll-Termin bei der Frauenärztin entgegen. Der ist bei mir immer mit gekoppelt an einen Besuch bei der Hebamme. Dieses Mal wurde ich auch zuerst von der Hebamme aufgerufen. Nach dem üblichen Gang auf die Waage, der bereits anfängt nicht mehr so schön zu sein, berichtete ich ihr wie immer wie es mir so geht. Ich habe natürlich davon erzählt, dass ich das Gefühl hatte, das Baby bereits zu spüren, es aber leider nur einmal war. Ich weiß jetzt nicht genau ob sie es deshalb gemacht hat, oder ob sie immer macht, aber als sie meinen Bauch abtastete, nahm sie noch eine Art Ultraschall-Gerät hinzu, mit dem man scheinbar die Herztöne des Kindchens hören kann. Sie meinte der Hersteller gibt erst ab der 16. Woche die Garantie dafür, dass man es auch hören kann, aber sie wollte es dennoch versuchen. Sie setzte einmal an und da war es, dieser kleine aufgeregte Herzschlag. Wir lauschten eine Weile, bevor sie schließlich zu meinem Baby sagte, dass es wieder seine Ruhe haben darf. Keine Ahnung wieviele Steine in diesem Moment von meinem Herzchen plumpsten, aber es war sicher locker möglich den kleinen zarten Herzschlag meines Babys damit zu übertönen.

Herzschlag zu Hause abhören?

Da ich ungern noch einmal in so eine Situation kommen wollte, habe ich meine liebe Freundin gebeten, mir ihr Angel Sounds Ultraschall-Gerät (Affiliate Link) auszuleihen. Das ist ein sogenannter Fetal-Doppler, mit dem man auch zu Hause die Herztöne des Babys hören kann. Sie hatte es mittlerweile an ihre Schwester weitergegeben, aber da sie es auch nicht mehr brauchte, hat sie es mir innerhalb weniger Tage geschickt. Anscheinend weiß jede Mutter, wie es ist, Angst um sein ungeborenes Baby zu haben, und wie beruhigend es sein kann, so die Möglichkeit, das Herz zu hören, zu Hause zu haben. Übrigens: Die Schwester meiner Freundin heißt Anke und schreibt den Familienblog Lächeln und Winken. Vielleicht mögt ihr mal reinklicken.
Ich habe das Ultraschallgerät letztlich bislang nur einmal benutzt. So gut wie meine Hebamme habe ich mich aber nicht angestellt. Ich habe ewig nach dem Herzton gesucht. Vermutlich wird das besser, umso öfter man es macht, ich habe es aber doch sein gelassen und mir für „Notfälle“ aufgehoben, zumal diese Ultraschallwellen das Baby auch stören. Aber wenn man es zur Beruhigung braucht, vielleicht auch weil man mal eine Fehlgeburt hatte, dann ist dieses kleine, durchaus hübsche Gerät, eine bsolute Empfehlung für frühschwängerlichen Seelenfrieden.

Der dritte Termin bei der Frauenärztin – Outing?

Im Anschluss an die Untersuchung bei der Hebamme ging es noch zur Frauenärztin. Schon sichtlich erleichtert, denn ich wusste ja bereits, dass Babys Herz schlägt. Im Prinzip hätte es auch keine Untersuchung gegeben, sondern nur ein Gespräch. Aber da meine Ärztin doch meine scheinbar noch nicht komplett abklingende Unsicherheit sah, bot sie mir an, doch nochmal aufs Baby zu schauen. Und dem Angebot konnte ich in der Tat auch nicht wiederstehen. Ich hatte an diesem Tag also meinen ersten Ultraschall über den Bauch, denn das Baby wäre ja jetzt schon groß. Auf dem Bildschirm erschien dann auch endlich mein munteres Kindchen. Es hob seine kleine Hand wie zum „Daumen hoch“, als wollte es mir sagen, hier ist alles gut Mama. Erstaunlich, dass es ab diesem Zeitpunkt auf dem Ultraschall schon wie ein kleines richtiges Baby aussieht. Alle Proportionen scheinen zu stimmen und sein „alienhaftes“ Aussehen ist komplett verschwunden.
Natürlich ist es und war es von Anfang an das wunderschönste Baby von der ganzen Welt, ist ja klar ;-). Und weil ich ja so neugierig war, fragte ich zumindest mal, ob man das Geschlecht vielleicht schon erkennen kann. Hier machte sie mir aber keine Hoffnungen. Dafür war es einfach noch zu früh. Unabhängig davon, wollte ich das Geschlecht gern zusammen mit dem Mann und dem Schweden erfahren.

Großer Bruder werden

Ich hatte ja schon in den vergangenen Schwangerschaftstagebüchern erwähnt, dass ich erst nach der zwöflten Woche meine Familie über unser Glück unterrichten wollte. Dazu gehörte natürlich auch unser Sohn, der kleine Schwede. Er hat sich so sehr ein Geschwisterchen gewünscht und ich konnte ihm nie eine rechte Antwort darauf geben. Als er mich das letzte Mal gefragt hat: „Mama wann kriegst du ein Baby?“, war ich schon schwanger und wusste es aber noch nicht. Da dachte ich zum ersten Mal darüber nach, ihm zu sagen, dass wir wohl kein weiteres Kind bekommen würden. Ich weiß nicht warum, aber ich habe es im letzten Moment doch nicht übers Herz gebracht… Und wie sich herausstellte war es gut, ihn gar nicht erst mit unseren „Problemen“ zu belasten. Denn endlich war der Zeitpunkt gekommen, wir konnte ihm verkünden, dass er großer Bruder wird. Wir lagen am morgen zu dritt im Bett als wir es ihm sagten. Natürlich, war der kleine, noch nichteinmal 6-jährige Mann mit der Information völlig überfordert. Eine überschwängliche Freude blieb also zunächst aus. Er muss es eben auch erstmal richtig verarbeiten, dass er bald nicht mehr der einzige in der Familie sein würde. Er hat es im Kindergarten sogar schon wieder vergessen 🙂 für ihn war es ja auch noch nichtmal sichtbar, geschweige denn spürbar. Ich gehe mal davon aus, dass das mit wachsendem Bauch dann anders wird.

Schwangerschafts-Fakten

Mein 38. Geburtstag

Körperliche Veränderungen: Im vierten Monat machte sich mein Bäuchlein natürlich noch mehr bemerkbar. Da ich ihn ja auch endlich zeigen konnte, fiel mir im Spiegel schnell auf, dass er recht unförmig war. Und er sah auch irgendwie nicht so aus wie bei anderen Schwangeren. Dort wölbt es sich normalerweise erst unter dem Nabel ein wenig. Bei mir sah das aber komplett anders aus. Die sichtbare Wölbung trat direkt unter der Brust hervor und fiel vorn auch recht spitz zusammen. Als hätte ich ein Dreieck verschlucht. Merkwürdig, da das Baby ja auch noch weit unter dem Nabel saß und somit eigentlich noch nicht wirklich eine Wölbung an der Stelle verursachte. Wie ich dann später auf alten Bildern feststellte, war es beim Schweden genauso komisch und auch wirklich nicht schön. Gottseidank ließ sich das mit Shirts leicht kaschieren. Dennoch war ich ein wenig traurig, dass mein Babybauch so hässlich war. Ich hoffte dass das Baby bald nachzieht und der Bauch auf eine Kugel heranwuchs.

Gewicht:
64,5 Kilo (plus 3 Kilo)

Schwangerschaftsgefühl: Nachdem ich vorher nur zaghaft zugenommen habe, hatte ich im vierten Monat einen richtigen Sprung gemacht. Gleich drei Kilo mehr, die sich natürlich nicht nur über meinen Bauch verteilt hatten, sonder mir eine schöne Hüfte (NICHT) und auch eine ordentliche Kiste beschert hatten. Es blieb mir also nichts weiter übrig als mir die erste Schwangerschaftskleidung zuzulegen. Denn meine normalen Hosen konnte ich gerade mal bis zu den Knieen hochziehen 🙂
Das Thema nächtliche Fressattacken hatte sich übrigens mit dem vierten Monat erledigt. Ich würde sagen, ich bin auf ein ganz normales Ess-Level zurück, wie auch vor der Schwangerschaft. Einzig, ich kann nun auch schon sehr früh etwas zum Frühstück essen. Das war vorher anders, da hatte ich immer erst gegen 10 Uhr Appetit auf Brötchen und Co.

Schwangerschaftstagebuch in Monaten: Alle bisherigen Beiträge

3. Schwangerschaftsmonat: Nackenfaltenmessung: Ja oder Nein?
Zweite Schwangerschaft: Der erste und zweite Monat
Ein kleines Wunder

Viel Spaß beim Verweilen,
eure Junimama

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